21.11.2017 * Charlotte Wiedemann: Der neue Iran

Wussten Sie, dass in Iran … mehr Frauen als Männer studieren?

Die Islamische Republik Iran steht heute für eine autoritäre, auf Technologie und Militär fixierte Moderne, in der sich gleichwohl eine genuin iranische Kultur behaupten konnte. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist tief und birgt sozialen Sprengstoff.

Dienstag, 21.11.2017, 19.30 Uhr
Lesung & Diskussion
Charlotte Wiedemann
Der neue Iran
Eine Gesellschaft tritt aus dem Schatten
Moderation: Irene Dänzer-Vanotti
In Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung  NRW

Zugleich ist das Land weitaus offener als seine Nachbarn. Innerhalb der Gesellschaft herrscht aber Uneinigkeit: Welche Rolle sollen Tradition und Religion im Iran der Zukunft spielen? Wie viel Verwestlichung ist erwünscht?

Leben im Iran, diesem Vielvölkerstaat von bald 80 Millionen Menschen, ist ein permanenter Prozess des Aushandelns.

Wiedemann führt durch ganz unterschiedliche Milieus der Gesellschaft: von der Theaterszene zum schiitischen Volksislam, vom kurdischen Sufi-Kloster zum Sabbat in einer jüdischen Familie. Kenntnisreich und fesselnd analysiert sie das Weltbild der Iraner, ihre in Jahrhunderten kolonialer Bevormundung entstandenen Ängste und ihren manchmal obsessiven Nationalstolz.

Charlotte Wiedemann
Der neue Iran
Eine Gesellschaft tritt aus dem Schatten
DTV 2017
ISBN 9783423281249
304 S., geb. mit farbigem Bildteil, 22 €

Charlotte Wiedemann ist Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt »Islamische Lebenswelten«. Sie hat mehrere Bücher veröffentlicht. Über Iran schrieb sie u.a. für die ›Zeit‹, ›Geo‹, ›NZZ‹ und ›Le Monde Diplomatique‹. Den Iran bereist sie seit 13 Jahren als Journalistin wie als Privatperson.