6.2.2017 * Spiel auf Zeit – NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung

 „Spiel auf Zeit“ belegt an zahlreichen biografischen Beispielen, dass die sogenannte Wiedergutmachung mehr einem Mythos als einem Modell gleicht und präsentiert die „offenen Rechnungen“ der deutschen Geschichte.

In der öffentlichen Wahrnehmung gilt die Politik der Bundesrepublik weltweit als Modell einer gelungenen Entschädigung für die Opfer von Kriegsverbrechen und Verfolgung. Tatsächlich hat die Mehrheit der mehr als 20 Millionen NS-Verfolgten nie eine Entschädigung erhalten.

Montag, 06.02.2017, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Buchvorstellung mit Lesung und Lichtbildvortrag
Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch: Spiel auf Zeit

NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung

Das Buch zeichnet sich dadurch aus, eine transnationale Dimension in die Debatte einzuführen und die Perspektiven der Verfolgten in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Journalistin Nina Schulz und die Fotografin Elisabeth Mena Urbitsch arbeiten seit 2005 als Team zusammen. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Reportagen zu erinnerungspolitischen Themen. Ihre Reportage „Spiel auf Zeit“ zu Überlebenden des Nationalsozialismus und deren Kampf um ihre Ghettorenten wurde 2010 mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet.
2015 bekamen sie diesen Preis ein zweites Mal für ihre Reportage „Hasenbrote“ aus der Reihe „Offene Rechnungen“, in der sie die andauernden Auseinandersetzungen von NS-Verfolgten um Anerkennung und Entschädigung darstellen. Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch leben in Hamburg.

Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch
Spiel auf Zeit
NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung
Assoziation A 2016, 368 S., 24 €
ISBN 9783862414512

 

Veranstalter_innen: Arbeitskreis Gedenkstättenfahrten, Buchladen BiBaBuZe, ZAKK, Projekt Erinnerungs- und Lernort des AStA HSD, Erinnerungsort Alter Schlachthof HSD, Antifaschistischer Arbeitskreis (HSD)