Alle Artikel mit dem Schlagwort “Aphoristiker

7.11.2017 * Georg Christoph Lichtenberg – eine Interviewcollage

von und mit Friedemann Spicker und Jürgen Wilbert

Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) ist der Begründer des deutschen Aphorismus und gilt hierzulande als der bedeutsamste Vertreter dieser kurzen Literaturgattung. Er war Naturwissenschaftler, Universalgelehrter und satirischer Autor im Zeitalter der Aufklärung. Als Hochschullehrer war er in Göttingen tätig. Seine privaten Aufzeichnungen, die „Sudelbücher“, sind erst nach seinem Tod veröffentlicht worden. Sie bieten eine Fülle von brillanten sprachwitzigen und gesellschaftskritischen Aphorismen, deren Erkenntnisse vielfach auch noch für unsere Gegenwart aufschlussreich sind.

Dienstag, 07.11.2017, 19.30 Uhr, Eintritt 7 €
Eine Interviewcollage
Georg Christoph Lichtenberg zum 275. Geburtstag
Friedemann Spicker und Jürgen Wilbert:
„Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten mäßig entstellt“
in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Düsseldorf

In Form eines Interviews beleuchten Friedemann Spicker und Jürgen Wilbert Lichtenbergs wichtigste Lebensstationen und stellen eine Auswahl seiner Kurztexte und Briefauszüge vor. Dabei ergeben sich Antworten u.a. auf diese Kernfragen: Wie hat Lichtenberg seine Kindheit und Jugend erlebt? Wie verliefen seine Jahre als Student und Hochschullehrer? Was dachte er über Politik, Gesellschaft und Religion? Wie hielt er es mit den Frauen?

Schließlich gibt er uns diesen Denkspruch mit auf den Weg:
„Ich kann nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird;  Aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“

Dienstag, 25.10.2016 * Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach

„So manche Wahrheit ging von einem Irrtum aus“

Ein Portrait zum 100. Todestag von Marie von Ebner-Eschenbach von und mit Angelika Spicker-Wendt / Friedemann Spicker / Jürgen Wilbert

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 bis 1916), aus mährischem Hochadel, schrieb neben ihren sozialkritischen Novellen (u. a. „Das Gemeindekind“, „Krambambuli“) seit 1880 Aphorismen, die seitdem immer wieder neu aufgelegt wurden. In ihnen thematisiert sie die Werte und das Verhalten der Menschen, und darin überragt sie die Autoren ihrer Zeit deutlich. Das Verhältnis der Geschlechter zueinander ist eines ihrer Kernthemen, so schreibt sie in provokanter Manier: „Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde – alle dummen Männer.“ Sie versteht ihr aphoristisches Werk als praktische Philosophie des Lebens, und ihre feine Verhaltensbeobachtung und -analyse haben uns auch heute noch eine Menge zu sagen, etwa wenn sie uns entlarvend den Spiegel vorhält: „Es ist schwer, denjenigen für einen Dummkopf zu halten, der uns bewundert.“ Oder: „Es gibt Fälle, in denen vernünftig sein feig sein heißt.“ Zu Recht hat man gesagt, dass die kleine Gattung in ihr „ihre ideale Mitte“ finde.
Der Abend beleuchtet in einer Auswahl aus Aphorismen, Briefen und Tagebüchern die prägenden Lebensstationen.

Kopie von klabautermann_neu

Dienstag, 25.10.2016, 19.30 Uhr
Angelika Spicker-Wendt, Jürgen Wilbert & Friedemann Spicker
„So manche Wahrheit ging von einem Irrtum aus“
Ein Portrait zum 100. Todestag von Marie von Ebner-Eschenbach
in Kooperation mit der VHS Düsseldorf
Eintritt 7 €