Alle Artikel mit dem Schlagwort “Belletristik

16.02.2017 * Jo Stammer: Die Allesfresserin

Lena macht ihrem Mann monatelang Vorwürfe, sie mit einer anderen Frau betrogen zu haben. Unter ihren Beschuldigungen leidet sein beruflicher Erfolg. Er muss sich selbst beweisen, dass er nach wie vor der großartige Mann ist, für den er sich hält. Als letzten Ausweg, um sich mit Lena zu versöhnen, überrascht er sie mit zwei Flugtickets nach Paris. Lena weigert sich, in den Flieger zu steigen. Wutentbrannt braust Stephan in seinem Wagen nach Amsterdam. Dort gerät er in eine Abwärtsspirale, die unaufhaltsam zu sein scheint …

Donnerstag, 16.02.2017, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Buchpremiere
Jo Stammer: Die Allesfresserin
moderiert von Sven André Dreyer
musikalische Begleitung: Natalie Wallrath

Jo Stammer, 1958 in Düsseldorf geboren, seit vielen Jahren als Pfleger in der Gerontopsychiatrie tätig, schreibt Romane und Erzählungen. Häufige Reisen nach New York, Paris, Nizza und nach Tanger zu Paul Bowles, amerikanischer Autor („Himmel über der Wüste“). 2012 erschien sein Kunstfälscherroman „täuschend echt“ in der Edition Oberkassel.

Jo Stammer
Die Allesfresserin
Aus der Reihe:  Krimi – Bd.32
Edition Oberkassel 2017, 200 S., 12 €
ISBN: 978-3-95813-082-1

 

Natalie Wallrath lebt in Düsseldorf. Sie studierte Musik am Konservatorium in Maastricht. Als Gitarristin und Komponistin ist sie in verschiedenen Combos im Jazz- und Popbereich tätig. In der Musik schafft sie Melodien, die die starre Form verlassen, somit beweglich bleiben und rhythmisch-hormonische überraschende Wendungen entstehen lassen.

 

9.2.2017 * Adnan Keskin: Unbedingt Blau

Es liest und spricht der Schriftsteller Dogan Akhanli, ein Jugendfreund Adnans, sowie Elisabeth Pütz und Ralf Berger, FreundInnen aus seiner Kölner Zeit

Donnerstag, 09.02.2017, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Buchpräsentation mit Dogan Akhanli
Adnan Keskin: Unbedingt Blau

zur Person:
Adnan Keskin, 1957 in Artvin in Ostanatolien geboren, schließt sich als junger Student einer linken Bewegung gegen die Militärdiktatur in der Türkei an. Deswegen muss er die Jahre 1978 bis 1987 fast ununterbrochen im Gefängnis verbringen. Nach seiner Flucht aus dem Gefängnis und einer lebensgefährlichen Zeit im Untergrund flieht er mithilfe von Freunden nach Deutschland. In Köln ist er Mitbegründer des Menschenrechtsvereins TÜDAY. Ab 2007 leitet er das Projekt „Erinnern und Handeln für die Menschenrechte“ im Allerweltshaus Köln. Adnan Keskin stirbt am 03. Januar 2014 an Herzversagen.
Hinterlassen hat er uns neben so vielem ein Manuskript, in dem er in Form eines Romans von seinem Leben als linker politischer Aktivist und seiner Flucht aus einem Gefängnis in der Türkei erzählt.
zum Buch
Unbedingt Blau ist nicht nur eine abenteuerliche Fluchtgeschichte, sondern auch ein Zeitdokument, das einen Einblick in die Türkei der 1970er und 1980er Jahre ermöglicht für die, die sie nicht selbst erleben mussten. Es beschreibt, kritisch, aber auch selbstkritisch die seelische Verfassung und die Beweggründe jener Jugend, die sich von den Ideen der Linken angezogen fühlte und die Welt retten wollte oder zumindest das Land.
zur Veröffentlichung:
Das Manuskript wurde von seiner Ehefrau und seinem Freund Dogan Akhanli redigiert und in der Türkei unter dem Titel „Ille de Mavi“ veröffentlicht.
Nun liegt das Buch auch in deutscher Übersetzung vor dank der intensiven Arbeit von Hülya Engin, und Unterstützerinnen und dank des Kitabverlags Klagenfurt.“

Adnan Keskin
Unbedingt blau
Kitab 2016, 477 S., 29 €
Kleine Türkische Reihe
ISBN 9783902878779

 

19.01.2017 * Okwiri Oduor (Kenia)

Von Köpfen und Geistern

Okwiri Oduor (Kenia) My Father’s Head

Übersetzerin: Sophia Ring

Moderation: Stephanie Kreiner

Eine Veranstaltung des Projektes „Über Übersetzen“ der Heinrich-Heine Universität mit Unterstützung des Allerweltshaus Köln.e.V., der Kunststiftung NRW und dem Lehrförderfonds der Universität.

Beginn: 19.30 Uhr – Der Eintritt ist frei

Mit dieser Kurzgeschichte um Vater, Tochter und ihre im Nachhinein neu beleuchtete Beziehung gewann Okwiri Oduor 2014 den renommierten Caine Prize for African Writing. Im Rahmen des Commonwealth Book Prize 2012 erhielt bereits die Novelle The Dream Chasers der Kenianerin viel Beachtung.

 

12.10.2016 * Ulrich Faure & Frederike Zindler: Niederländische Literatur

Der Übersetzer & Herausgeber und die die Niederlandistin stellen aus Anlaß des Messeschwerpunktes die wichtigsten deutschsprachigen Neuerscheinungen niederländischer AutorInnen vor.

Der zweite Teil des Abends ist dem 1987 verstorbenen Autor, Publizisten und Kolumnisten Simon Carmiggelt gewidmet. Eine Legende bei unseren Nachbarn wegen seiner scharfzüngigen Kurzprosa, hat Carmiggelt über elftausend KRONKELS veröffentlicht, Geschichten von Hunden und Katzen und ihren Menschen.

Mittwoch, 12.10.2016, 19.30 Uhr
Büchervorstellung
zum Messethema Flandern und Niederlande

Ulrich Faure & Frederike Zindler
stellen wichtige deutschsprachige Neuerscheinungen vor
Eintritt 6 €

 

978-3-293-00508-2

Simon Carmiggelt
Kronkels
Über Katz und Hund
Unionsverlag 2016, 176 S., 18 €
ISBN: 978-3-293-00508-2

 

21.04.2016 * Dietmar Sous: Roxy

Lesen in der Klause Spezial
Dietmar Sous liest ROXY

Dietmar Sous, 1954 in Stolberg geboren, hat mit „Roxy“ einen POPulären Roman und ein wunderbares Zeit- und Sittenbild der 70er Jahre in der rheinischen Provinz geschaffen.

Donnerstag, 21.04.2016, 20 Uhr Eintritt 5 €
Lesung & Gespräch
mit Gastgeber Sven-André Dreyer

Sven-André Dreyer, 1973 in Düsseldorf geboren, ist Germanist, Online-Redakteur und freier Autor. Seit seinem literarischen Debüt 2007 veröffentlichte Dreyer diverse Prosa- und Lyrikwerke. Darüber hinaus ist er als Initiator und Veranstalter der Lesereihe „Lesen in der Klause“ in Düsseldorf sowie als Ensemblemitglied der Reihen „Sonny Wenzel & Freunde“ und „fett & kursiv“ in Köln bekannt.

9783887473150

Dietmar Sous, ROXY

Dietmar Sous
Roxy
Roman
Transit Verlag 2015
144 S., 16,80 €
ISBN 978-3-88747-315-0


Zeit: Die allerbeste, nämlich Mitte siebziger Jahre.
Ort: Eine Kleinstadt mit Fußgängerzone, Kino und Autobahnanschluss irgendwo zwischen Köln und Aachen.
Held: Roxy (eigentlich Paul), knapp achtzehn Jahre, Außen­seiter, Analphabet (deswegen Radio- und Schulfunk-Fan), Hilfsarbeiter, Deserteur und schließlich Zivi im Krankenhaus; verliebt sich ziemlich aussichtslos in Sonja, Tochter aus gutem Hause.
Personal:Sonja, Gymnasiastin, trifft bei Hausarbeiten über den Röhmputsch auf Roxy, der alles darüber weiß. Herr Kessler, Fabrikant, erklärt Roxy zum Arbeiterdenkmal, schmeisst ihn raus und trifft ihn, angeblich todkrank, im Krankenhaus wieder. Franz Kafka, Autor der Erzählung »Die Verwandlung«, die Roxy als Vorlage für erste Schreib­übungen nutzt. Zippi, Wohngenossin von Roxy und Kämpferin für die Anerkennung der DDR. Schuppe, immer ohne Geld, aber einfallsreich, vermietet seinen Balkon an Voyeure. Han, sehr kleine und sehr höfliche Koreanerin, schützt Roxy vor dem Chefarzt. Adamski, der sich Weihnachten aus Angst vor Einsamkeit ins Krankenhaus schmuggelt. Und viele andere mehr: Mütter, deren Liebhaber, ein Swimming Pool, eine Milchbar, Studenten, die Musik aus Sklavenhalterstaaten nicht mögen, Zigaretten namens Güldenring, Ernte 23, Milde Sorte – und natürlich Roxy Music. Ein Roman über das unangepasste Leben junger Leute, »outcasts« am Rande einer scheinbar sehr heilen Gesellschaft. Geschrieben wie ein Roadmovie: schnell, witzig, schroff und manchmal melancholisch. Mit seltsamen Vögeln, die einem zufliegen, als hätte man sie schon lange gekannt. Mit Geschichten, die so schräg und witzig sind, dass man sie gerne weiter erzählt. Und mit einem Plot, dessen Ende dem Helden trotz hohen Risikos unglaubliches Glück einspielt.