Alle Artikel mit dem Schlagwort “Politik

18.07.2017 * Ausstellungseröffnung: Dioramen von Matthias Schmeier

 

Matthias Schmeier

DIE ÄSTHET1K D3S WIDERSTAND5
Politik im Glaskasten – Dioramen

Schon als Kind hat Matthias Schmeier (*1965) Figuren aus Teig und Mehl geformt und Szenen nachgestellt. Nach seiner Politisierung im Saarland und in Köln nutzte er diese Fähigkeiten, um sein so erwachtes Hobby Modellbau zur Darstellung politischer historischer Zeitbilder zu nutzen: Spanischer Bürgerkrieg, Irischer Osteraufstand und Vietnam-Krieg statt putziger Modellbahnhöfe oder Märklin-Eisenbahnen…

 

[https://www.matthias-schmeier.de/]

Dienstag, 18.07.2017, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung
Matthias Schmeier:  ÄSTHET1K D3S WIDERSTAND5
Politische Dioramen 1:35
Ausstellung bis 30.08.2017

9. 5. 2017 * Die Rote Hilfe in der Illegalität ab 1933

„Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933

mit Silke Makowski
(Hans-Litten-Archiv)

Die Veranstaltung ruft den heute fast vergessenen Widerstand der Roten Hilfe gegen den NS-Terror in Erinnerung.

Dienstag, 09.05.2017, 19.30 Uhr
Vortrag & Diskussion
Silke Makowski
„Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern“
Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933

Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zuständigen Bezirksleitungen in Austausch standen. Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte AktivistInnen und untergetauchte FunktionärInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld.
Im antifaschistischen Untergrund ab 1933 waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter – meist männlicher – RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation übernahmen, aber auch „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten.
Die Widerstandsgruppen der Roten Hilfe erstellten Zeitungen und verteilten Flugblätter, die zum Protest gegen den NS-Terror aufriefen und die praktische Solidaritätsarbeit propagierten.
Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke
Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der ArbeiterInnenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe.
Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort.

Die Referentin ist Verfasserin der im September 2016 erschienenen Broschüre „‚Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!‘ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933“, in der das Thema erstmals ausführlich behandelt wird:
Schriftenreihe des Hans-Litten-Archivs zur Geschichte der Roten Hilfe – Band I
Verlag Gegen den Strom
ISBN 3-9809970-4-9,120 S., 7 €

 

 

01.09.2016 * Gedenken an Berta Cáceres

¡Berta Vive! Berta lebt!
Gedenken an Berta Cáceres

Donnerstag, 01.09.2016, 19.30 Uhr

Film „La Voz del Gualcarque/Die Stimme von Gualcarque” (46 Min., OmdU) und Gespräch mit der Regisseurin Paola Reyes.

Die indigene Umwelt-und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres aus Honduras wurde am 2. März 2016 von Auftragskillern in ihrem Haus ermordet. Sie war 2012 zu Gast in Düsseldorf und berichtete von ihrem Kampf.

Der Film dokumentiert den Kampf von Berta Cáceres gemeinsam mit der indigenen Organisation COPINH gegen das private Staudammprojekt Agua Zarcaauf dem Gebiet der indigenen Lenca-Gemeindenam Fluss Gualcarque.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! –Lateinamerika Gruppe D‘dorf, Attac D‘dorf, BiBaBuze, Nicaragua-Verein D‘dorf, Pax Christi D’dorf, Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen

Gefördert vom Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf

04.05.2016 * Tschernobyl – Fukushima – Tihange

30 Jahre Tschernobyl – 5 Jahre Fukushima
Morgen Tihange ?

Am 26. April 1986 kam es zu einem Supergau in der sowjetischen Atomanlage Tschernobyl. 25 Jahre später, am 20. März 2011, kam es zu einem weiterem Supergau in der japanischen Atomanlage in Fukushima. Obwohl die damalige Bundesregierung aus CDU und FDP kurz vorher noch eine Laufzeitverlängerung beschlossen hatten, kam Sie nun nicht mehr umhin, einen Zeitplan für einen Ausstieg aus der Atomenergie zu beschliessen. Im benachbarten Belgien sind noch 2 Atomanlagen in Betrieb die nicht nur von Kritikern der Atomkraft als Schrottreaktoren bezeichnet werden. Die Anlage Tihange in der Nähe von Lüttich ist nur 130 km von Düsseldorf entfernt. Bei einem Supergau dort würden die Auswirkungen solch einer Katastrophe auch hier deutlich zu spüren sein. Aber auch der Widerstand hat sich formiert. Unter anderem hat sich in Aachen ein Aktionsbündnis gegen Atomanlagen gebildet. Um über die Arbeit dieser Initiative und die Situation in und um Tihange zu berichten haben wir den Sprecher der Initiative Jörg Schöllenberg eingeladen.

Mittwoch, 04.05.2016, 19 Uhr
Vortrag & Diskussion
mit Jörg Schöllenberg (Aktionsbündnis gegen Atomanlagen Aachen)

30 Jahre Tschernobyl – 5 Jahre Fukushima
Morgen Tihange?
in Kooperation mit DIE LINKE Kreisverband Düsseldorf und Düssel Solar