Alle Artikel mit dem Schlagwort “Politisches Buch

18.10.2017 * Ingeborg Gleichauf: Gudrun Ensslin

Poesie und Gewalt

Gudrun Ensslin gehörte zur Führungsspitze der RAF und war zugleich weit mehr: eine literarisch hochgebildete Person. Umfassend beschreibt die Autorin Ensslins geistige wie politische Entwicklung und zeigt, wie aus dem intellektuellen Bürgertum des Nachkriegsdeutschlands gewaltbereite Radikalisierung möglich war.

Mittwoch, 18.10.2017, 19.30 Uhr
Lesung & Diskussion
Ingeborg Gleichauf:
Poesie und Gewalt – Das Leben der Gudrun Ensslin
Moderation: Mareen Heying

Ingeborg Gleichauf, geboren 1953, studierte Philosophie und Germanistik und promovierte über Ingeborg Bachmann. Unter ihren zahlreichen Veröffentlichungen finden sich erfolgreiche Biographien über Max Frisch, Hannah Arendt und Simone de Beauvoir. Sie lebt in Freiburg.

 

 

Ingeborg Gleichauf
Poesie und Gewalt
Das Leben der Gudrun Ensslin
Klett-Cotta 2017
ISBN 9783608949186
350 S., 22 €

07.06.2017 * Andreas Fisahn: Demokratie und Kapitalismus

DEMOKRATIE UND KAPITALISMUS – GESCHWISTER ODER GEGNER?

Andreas Fisahn

Andreas Fisahn, Professor für öffentliches Recht und Rechtstheorie an der Universität Bielefeld mit Forschungsschwerpunkt Staats- und Rechtstheorien sowie Europa hat gleich zwei neue Bücher zum Thema Verhältnis Demokratie und Kapitalismus geschrieben.
“Staat, Demokratie und Kapitalismus – die Saat des Kadmos“ (Verlag Westfälisches Dampfboot) widmet sich dem strukturellen Zusammenhang von kapitalistischer Ökonomie und bürgerlichem Staat.
„Hinter verschlossenen Türen: Halbierte Demokratie ? – Autoritären Staat verhindern, Beteiligung erweitern“ (VSA-Verlag) gibt einen Überblick über Ansprüche an Demokratie und kontrastiert diese mit der Wirklichkeit der Repräsentation in westlichen Ländern.

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Mittwoch, 07.06.2017, 19.30 Uhr
Andreas Fisahn
Demokratie und Kapitalismus – Geschwister oder Gegner?
Moderation: Thomas Eberhard-Köster
in Kooperation mit attac Düsseldorf
Eintritt  4 €

 

26.4.17 * Tim Engartner: Staat im Ausverkauf

 

Marode Schulen und Krankenhäuser, explodierende Mieten in städtischen Zentren, steigende Preise für Wasser, Gas und Strom, geschlossene Filialen der Deutschen Post, „Verzögerungen im Betriebsablauf“ bei der Deutschen Bahn – dies alles geht auch auf den großen Ausverkauf der öffentlichen Hand zurück, der in Deutschland während der Kanzlerschaft Helmut Kohls einsetzte. In der Überzeugung, dass Privatisierungen Dienstleistungen besser, billiger und bürgernäher machen, schüttelt „Vater Staat“ bis heute immer mehr Aufgaben ab – wie ein Baum seine Blätter im Herbst. Anhand besonders eindrücklicher Beispiele analysiert Tim Engartner in sieben Kapiteln – Bildung, Verkehr, Militär, Post und Telekommunikation, soziale Sicherung, Gesundheit und kommunale Versorgung – die Privatisierungen in Deutschland und ordnet sie in internationale Zusammenhänge ein. Sein Weckruf zeigt: Diese Politik, die von allen regierenden Parteien betrieben wurde und immer noch wird, ist nicht alternativlos.

Mittwoch, 26.04.2017, 19.30 Uhr, Eintritt 5 €
Das neue politische Buch
Moderation: Iris Witt
Tim Engartner: Staat im Ausverkauf
Privatisierung in Deutschland
Das Buch:  Campus Verlag 2016
268 S., ISBN 9783593435220, 17,99 €

6.2.2017 * Spiel auf Zeit – NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung

 „Spiel auf Zeit“ belegt an zahlreichen biografischen Beispielen, dass die sogenannte Wiedergutmachung mehr einem Mythos als einem Modell gleicht und präsentiert die „offenen Rechnungen“ der deutschen Geschichte.

In der öffentlichen Wahrnehmung gilt die Politik der Bundesrepublik weltweit als Modell einer gelungenen Entschädigung für die Opfer von Kriegsverbrechen und Verfolgung. Tatsächlich hat die Mehrheit der mehr als 20 Millionen NS-Verfolgten nie eine Entschädigung erhalten.

Montag, 06.02.2017, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Buchvorstellung mit Lesung und Lichtbildvortrag
Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch: Spiel auf Zeit

NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung

Das Buch zeichnet sich dadurch aus, eine transnationale Dimension in die Debatte einzuführen und die Perspektiven der Verfolgten in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Journalistin Nina Schulz und die Fotografin Elisabeth Mena Urbitsch arbeiten seit 2005 als Team zusammen. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Reportagen zu erinnerungspolitischen Themen. Ihre Reportage „Spiel auf Zeit“ zu Überlebenden des Nationalsozialismus und deren Kampf um ihre Ghettorenten wurde 2010 mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet.
2015 bekamen sie diesen Preis ein zweites Mal für ihre Reportage „Hasenbrote“ aus der Reihe „Offene Rechnungen“, in der sie die andauernden Auseinandersetzungen von NS-Verfolgten um Anerkennung und Entschädigung darstellen. Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch leben in Hamburg.

Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch
Spiel auf Zeit
NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung
Assoziation A 2016, 368 S., 24 €
ISBN 9783862414512

 

Veranstalter_innen: Arbeitskreis Gedenkstättenfahrten, Buchladen BiBaBuZe, ZAKK, Projekt Erinnerungs- und Lernort des AStA HSD, Erinnerungsort Alter Schlachthof HSD, Antifaschistischer Arbeitskreis (HSD)

 

AUSVERKAUFT 26.01.2017 * Ulrike Herrmann

Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung

Ulrike Herrmann

Journalistin bei der taz und Autorin, stellt ihr neues Buch vor. Sie zeigt darin auf, dass die herrschende ökonomische Lehre nicht die Realität abbildet und wir dagegen bereits bei Smith, Marx und Keynes fast alles finden, um unser Wirtschaftssystem zu verstehen.

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Donnerstag, 26.01.2017, 19.30 Uhr
Ulrike Herrmann
Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung
in Kooperation mit attac Düsseldorf
Eintritt 5 € / VVK 4 €
Die Veranstaltung ist ausverkauft

Warum kommt es zu Finanzkrisen? Warum sind die Reichen reich und die Armen arm? Wie funktioniert Geld? Woher kommt das Wachstum? Schon Kinder stellen diese Fragen – aber Ökonomen können sie nicht beantworten. Viele basteln an theoretischen Modellen, die mit der Realität nichts zu tun haben.
Leider kosten die Irrtümer den Ökonomen nicht nur Milliarden, sondern sogar Menschenleben. Wer verstehen will was falsch läuft, muss die Klassiker kennen: Adam Smith, Karl Marx und Maynard Keynes. Sie werden an den Universitäten kaum, falsch oder gar nicht mehr gelehrt. Dabei haben diese Theoretiker die besten Antworten gegeben. Man muss sie neu entdecken.

 

Ulrike Herrmann
Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung
Die Krise der heutige Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können
Westend 2016, kt., 288 Seiten, 18 €
ISBN: 978-3-86489-141-0

Ulrike Herrmann, geb. 1964, ist Wirtschaftskorrespondentin der Tageszeitung taz. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau, hat Geschichte und Philosophie studiert und ist ein typisches Mittelstandskind. Sie stammt aus einem Vorort von Hamburg, wo alle Bewohner an den gesellschaftlichen Aufstieg glaubten.