Alle Artikel mit dem Schlagwort “Politisches Buch

22.11.2017 * Charlotte Wiedemann: Der neue Iran

TERMINÄNDERUNG!
Am ursprünglich vorgesehenen Dienstag, den 21.11.  ist Charlotte Wiedemann verhindert.

Wussten Sie, dass in Iran … mehr Frauen als Männer studieren?

Die Islamische Republik Iran steht heute für eine autoritäre, auf Technologie und Militär fixierte Moderne, in der sich gleichwohl eine genuin iranische Kultur behaupten konnte. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist tief und birgt sozialen Sprengstoff.

Mittwoch, 22.11.2017, 19.30 Uhr
Lesung & Diskussion
Charlotte Wiedemann
Der neue Iran
Eine Gesellschaft tritt aus dem Schatten
Moderation: Irene Dänzer-Vanotti
In Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung  NRW

Zugleich ist das Land weitaus offener als seine Nachbarn. Innerhalb der Gesellschaft herrscht aber Uneinigkeit: Welche Rolle sollen Tradition und Religion im Iran der Zukunft spielen? Wie viel Verwestlichung ist erwünscht?

Leben im Iran, diesem Vielvölkerstaat von bald 80 Millionen Menschen, ist ein permanenter Prozess des Aushandelns.

Wiedemann führt durch ganz unterschiedliche Milieus der Gesellschaft: von der Theaterszene zum schiitischen Volksislam, vom kurdischen Sufi-Kloster zum Sabbat in einer jüdischen Familie. Kenntnisreich und fesselnd analysiert sie das Weltbild der Iraner, ihre in Jahrhunderten kolonialer Bevormundung entstandenen Ängste und ihren manchmal obsessiven Nationalstolz.

Charlotte Wiedemann
Der neue Iran
Eine Gesellschaft tritt aus dem Schatten
DTV 2017
ISBN 9783423281249
304 S., geb. mit farbigem Bildteil, 22 €

Charlotte Wiedemann ist Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt »Islamische Lebenswelten«. Sie hat mehrere Bücher veröffentlicht. Über Iran schrieb sie u.a. für die ›Zeit‹, ›Geo‹, ›NZZ‹ und ›Le Monde Diplomatique‹. Den Iran bereist sie seit 13 Jahren als Journalistin wie als Privatperson.

26.10.2017 * Volker Weiß: Die autoritäre Revolte

Scharfsinnig zeigt Volker Weiß die brisante Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Er porträtiert die wichtigsten Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen mitsamt deren Strategien und Methoden. Eine dichte Darstellung von Geschichte und Gegenwart einer Neuen Rechten, deren Aufschwung nicht überraschend war.

Donnerstag, 26.10.2017, 19.30 Uhr
Vortrag & Diskussion
Volker Weiß: Die autoritäre Revolte
Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes
Moderation: Fabian Virchow

In diesem Buch bietet Volker Weiß die erste grundsätzliche und historisch fundierte Diagnose zu den rechtspopulistischen Phänomenen Pegida, AfD u.a. Er untersucht das vielfältige Spektrum der neuen rechten Bewegungen und untersucht ihre Herkunft und Vernetzung. Dabei endet sein Rückblick in die deutsche Geschichte nicht beim nationalsozialistischen Deutschland, Weiß sieht weiter zurück ans Ende des 19. Jahrhunderts und erklärt die Übergänge vom Konservatismus zum streng nationalen Denken der „Steigbügelhalter“ des deutschen Faschismus zum heutigen Rechtspopulismus. „Die autoritäre Revolte“ ist ein im  besten Sinne aufklärerisches Buch, das jede Phrasendrescherei und billige Vereinfachung vermeidet.

Volker Weiß
Die autoritäre Revolte
Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes
Klett-Cotta Verlag 2017
ISBN 9783608949070
304 S., 20 €

Volker Weiß, Dr. phil., geboren 1972. Der Historiker schreibt für DIE ZEIT und ZEIT Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, Taz, Spiegel-Online. Er ist Autor einer international beachteten Studie zur »Konservativen Revolution« und übte (aus historischer Perspektive) scharfe Kritik an Thilo Sarrazin. Er gilt als einer der besten Kenner der neurechten Szene.

18.10.2017 * Ingeborg Gleichauf: Gudrun Ensslin

Poesie und Gewalt

Die Autorin Ingeborg Gleichauf, erfahrene Biographin verschiedenster Persönlichkeiten, zeichnet das Bild einer extremen Person und eines extremen Lebensweges. Gudrun Ensslin ist bekannt als zentrales Mitglied der Roten Armee Fraktion. Dieses postum holzschnittartige Bild unterzieht Gleichauf einer grundsätzlichen Revision: sie beschreibt Ensslins geistige und politische Entwicklung und zeigt auf, wie aus dem intellektuellen, literarisch hoch gebildeten Bürgertum des Nachkriegs-Westdeutschland scheinbar unbegreifliche Gewaltbereitschaft erwuchs.

Mittwoch, 18.10.2017, 19.30 Uhr
Lesung & Diskussion
Ingeborg Gleichauf:
Poesie und Gewalt – Das Leben der Gudrun Ensslin
Moderation: Mareen Heying

Ingeborg Gleichauf, geboren 1953, studierte Philosophie und Germanistik und promovierte über Ingeborg Bachmann. Unter ihren zahlreichen Veröffentlichungen finden sich erfolgreiche Biographien über Max Frisch, Hannah Arendt und Simone de Beauvoir. Sie lebt in Freiburg.

 

 

Ingeborg Gleichauf
Poesie und Gewalt
Das Leben der Gudrun Ensslin
Klett-Cotta 2017
ISBN 9783608949186
350 S., 22 €

07.06.2017 * Andreas Fisahn: Demokratie und Kapitalismus

DEMOKRATIE UND KAPITALISMUS – GESCHWISTER ODER GEGNER?

Andreas Fisahn

Andreas Fisahn, Professor für öffentliches Recht und Rechtstheorie an der Universität Bielefeld mit Forschungsschwerpunkt Staats- und Rechtstheorien sowie Europa hat gleich zwei neue Bücher zum Thema Verhältnis Demokratie und Kapitalismus geschrieben.
“Staat, Demokratie und Kapitalismus – die Saat des Kadmos“ (Verlag Westfälisches Dampfboot) widmet sich dem strukturellen Zusammenhang von kapitalistischer Ökonomie und bürgerlichem Staat.
„Hinter verschlossenen Türen: Halbierte Demokratie ? – Autoritären Staat verhindern, Beteiligung erweitern“ (VSA-Verlag) gibt einen Überblick über Ansprüche an Demokratie und kontrastiert diese mit der Wirklichkeit der Repräsentation in westlichen Ländern.

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Mittwoch, 07.06.2017, 19.30 Uhr
Andreas Fisahn
Demokratie und Kapitalismus – Geschwister oder Gegner?
Moderation: Thomas Eberhard-Köster
in Kooperation mit attac Düsseldorf
Eintritt  4 €

 

26.4.17 * Tim Engartner: Staat im Ausverkauf

 

Marode Schulen und Krankenhäuser, explodierende Mieten in städtischen Zentren, steigende Preise für Wasser, Gas und Strom, geschlossene Filialen der Deutschen Post, „Verzögerungen im Betriebsablauf“ bei der Deutschen Bahn – dies alles geht auch auf den großen Ausverkauf der öffentlichen Hand zurück, der in Deutschland während der Kanzlerschaft Helmut Kohls einsetzte. In der Überzeugung, dass Privatisierungen Dienstleistungen besser, billiger und bürgernäher machen, schüttelt „Vater Staat“ bis heute immer mehr Aufgaben ab – wie ein Baum seine Blätter im Herbst. Anhand besonders eindrücklicher Beispiele analysiert Tim Engartner in sieben Kapiteln – Bildung, Verkehr, Militär, Post und Telekommunikation, soziale Sicherung, Gesundheit und kommunale Versorgung – die Privatisierungen in Deutschland und ordnet sie in internationale Zusammenhänge ein. Sein Weckruf zeigt: Diese Politik, die von allen regierenden Parteien betrieben wurde und immer noch wird, ist nicht alternativlos.

Mittwoch, 26.04.2017, 19.30 Uhr, Eintritt 5 €
Das neue politische Buch
Moderation: Iris Witt
Tim Engartner: Staat im Ausverkauf
Privatisierung in Deutschland
Das Buch:  Campus Verlag 2016
268 S., ISBN 9783593435220, 17,99 €