Alle Artikel mit dem Schlagwort “Politik

21.06.2018 * Doku: Festival der Demokratie

Der G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017

Am 7. und 8. Juli 2017 trafen sich die Regierungsvertreterinnen der EU und die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Erde in Hamburg. Innensenator Andy Grote kündigte das G20-Treffen als „Festival der Demokratie“ an. Über 30.000 Polizistinnen waren in der Stadt um das Treffen zu schützen, 100.000 Menschen kamen um dagegen zu demonstrieren. Lars Kollros and Alexandra Zaitseva begleiteten die Demonstrationen mit Ihren Kameras.

Donnerstag, 21.06.2018, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Dokumentarfilm & Diskussion
Festival der Demokratie
Die G20-Proteste in Hamburg
Film von Lars Kollros and Alexandra Zaitseva

15.5.2018 * Neues NRW-Polizeigesetz

Im Gleichschritt mit der bayerischen Landesregierung will die NRW Landesregierung weitreichende Änderungen am Polizeigesetz durch den Landtag bringen. Dieses Vorhaben löst in der demokratisch engagierten Zivilgesellschaft Entsetzen aus.

Jasper Prigge, Rechtsanwalt aus Düsseldorf und Mitglied der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen, berichtet über die geplanten Gesetzesänderungen, was diese für die Grundrechte aller Bürger*innen bedeuten würden – und was wir jetzt noch tun können, um das zu ändern.

Dienstag, 15.05.2018, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Informationsveranstaltung
Bayerische Verhältnisse? Eine kritische Betrachtung der geplanten Änderungen im NRW-Polizeigesetz
Referent: Rechtsanwalt Jasper Prigge, Düsseldorf
Veranstalter:
Vereinigung Demokratischer
Juristinnen und Juristen e.V. VDJ, NRW
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.
Strafverteidiger Vereinigung-NRW e.V.
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. RAV
Buchhandlung BiBaBuZe

Verschiedene Juristenorganisationen und Expert*innen haben diese Vorhaben als verfassungswidrig kritisiert. Zurecht erklärt die Strafverteidigervereinigung NRW: „In NRW soll unter der Überschrift der Terrorismusbekämpfung künftig komplett durchleuchtet, abgehört und schließlich weggesperrt werden. Unter dem Deckmantel dieser Überschrift richtet sich der Gesetzentwurf der Landesregierung zum Polizei-Gesetz NRW aber in den geplanten Einzelvorschriften gerade nicht nur gegen potentielle Terroristen, sondern gegen jeden Bürger, der – aus welchen Gründen und nach welchen Kriterien auch immer – von der Polizei ganz allgemein auch aus völlig marginalen anderen Umständen als „Gefährder“ angesehen wird.“

Die Schwelle zur Einstufung potentieller Gefährder soll erheblich abgesenkt werden. Gelten soll das Gesetz auch für Alltagsgefahren. Videoüberwachungen sowie anlasslose Kontrollen und Durchsuchungen können darüber hinaus nach dem Gesetzentwurf jeden Bürger treffen. Dieser Gesetzentwurf enthält erhebliche Verstöße gegen das Verfassungsrecht und gegen Vorschriften der Europäischen Menschenrechtskonvention.

 

 

18.07.2017 * Ausstellungseröffnung: Dioramen von Matthias Schmeier

 

Matthias Schmeier

DIE ÄSTHET1K D3S WIDERSTAND5
Politik im Glaskasten – Dioramen

Schon als Kind hat Matthias Schmeier (*1965) Figuren aus Teig und Mehl geformt und Szenen nachgestellt. Nach seiner Politisierung im Saarland und in Köln nutzte er diese Fähigkeiten, um sein so erwachtes Hobby Modellbau zur Darstellung politischer historischer Zeitbilder zu nutzen: Spanischer Bürgerkrieg, Irischer Osteraufstand und Vietnam-Krieg statt putziger Modellbahnhöfe oder Märklin-Eisenbahnen…

 

[https://www.matthias-schmeier.de/]

Dienstag, 18.07.2017, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung
Matthias Schmeier:  ÄSTHET1K D3S WIDERSTAND5
Politische Dioramen 1:35
Ausstellung bis 30.08.2017

9. 5. 2017 * Die Rote Hilfe in der Illegalität ab 1933

„Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933

mit Silke Makowski
(Hans-Litten-Archiv)

Die Veranstaltung ruft den heute fast vergessenen Widerstand der Roten Hilfe gegen den NS-Terror in Erinnerung.

Dienstag, 09.05.2017, 19.30 Uhr
Vortrag & Diskussion
Silke Makowski
„Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern“
Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933

Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zuständigen Bezirksleitungen in Austausch standen. Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte AktivistInnen und untergetauchte FunktionärInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld.
Im antifaschistischen Untergrund ab 1933 waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter – meist männlicher – RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation übernahmen, aber auch „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten.
Die Widerstandsgruppen der Roten Hilfe erstellten Zeitungen und verteilten Flugblätter, die zum Protest gegen den NS-Terror aufriefen und die praktische Solidaritätsarbeit propagierten.
Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke
Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der ArbeiterInnenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe.
Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort.

Die Referentin ist Verfasserin der im September 2016 erschienenen Broschüre „‚Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!‘ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933“, in der das Thema erstmals ausführlich behandelt wird:
Schriftenreihe des Hans-Litten-Archivs zur Geschichte der Roten Hilfe – Band I
Verlag Gegen den Strom
ISBN 3-9809970-4-9,120 S., 7 €

 

 

01.09.2016 * Gedenken an Berta Cáceres

¡Berta Vive! Berta lebt!
Gedenken an Berta Cáceres

Donnerstag, 01.09.2016, 19.30 Uhr

Film „La Voz del Gualcarque/Die Stimme von Gualcarque” (46 Min., OmdU) und Gespräch mit der Regisseurin Paola Reyes.

Die indigene Umwelt-und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres aus Honduras wurde am 2. März 2016 von Auftragskillern in ihrem Haus ermordet. Sie war 2012 zu Gast in Düsseldorf und berichtete von ihrem Kampf.

Der Film dokumentiert den Kampf von Berta Cáceres gemeinsam mit der indigenen Organisation COPINH gegen das private Staudammprojekt Agua Zarcaauf dem Gebiet der indigenen Lenca-Gemeindenam Fluss Gualcarque.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! –Lateinamerika Gruppe D‘dorf, Attac D‘dorf, BiBaBuze, Nicaragua-Verein D‘dorf, Pax Christi D’dorf, Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen

Gefördert vom Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf