11.06. – 29.07.2018 * Ausstellung: Renate Westermann – Kafkas „Die Verwandlung“

 „Die Verwandlung“ von Franz Kafka nacherzählt mit Pinsel und Stift

„Geboren 1932 in Gladbeck habe ich, soweit ich mich erinnere, gekritzelt, gezeichnet und gemalt – und geblieben ist mir bis heute die Lust, auch mit den „Händen zu sehen“ und mit Linien und Farben zu erzählen.“

Renate Westermann, die Malerei und Radierung unter anderem in London und Salzburg studierte und auch schon in Antwerpen und München ausstellte, erzählt uns in eindringlichen Bildern Franz Kafkas Erzählung aus eigener Perspektive.

Die Ausstellung ist während unserer Öffnungszeiten zugänglich, der Eintritt ist frei.

21.06.2018 * Doku: Festival der Demokratie

Der G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017

Am 7. und 8. Juli 2017 trafen sich die Regierungsvertreterinnen der EU und die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Erde in Hamburg. Innensenator Andy Grote kündigte das G20-Treffen als „Festival der Demokratie“ an. Über 30.000 Polizistinnen waren in der Stadt um das Treffen zu schützen, 100.000 Menschen kamen um dagegen zu demonstrieren. Lars Kollros and Alexandra Zaitseva begleiteten die Demonstrationen mit Ihren Kameras.

Donnerstag, 21.06.2018, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Dokumentarfilm & Diskussion
Festival der Demokratie
Die G20-Proteste in Hamburg
Film von Lars Kollros and Alexandra Zaitseva

15.5.2018 * Neues NRW-Polizeigesetz

Im Gleichschritt mit der bayerischen Landesregierung will die NRW Landesregierung weitreichende Änderungen am Polizeigesetz durch den Landtag bringen. Dieses Vorhaben löst in der demokratisch engagierten Zivilgesellschaft Entsetzen aus.

Jasper Prigge, Rechtsanwalt aus Düsseldorf und Mitglied der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen, berichtet über die geplanten Gesetzesänderungen, was diese für die Grundrechte aller Bürger*innen bedeuten würden – und was wir jetzt noch tun können, um das zu ändern.

Dienstag, 15.05.2018, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Informationsveranstaltung
Bayerische Verhältnisse? Eine kritische Betrachtung der geplanten Änderungen im NRW-Polizeigesetz
Referent: Rechtsanwalt Jasper Prigge, Düsseldorf
Veranstalter:
Vereinigung Demokratischer
Juristinnen und Juristen e.V. VDJ, NRW
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.
Strafverteidiger Vereinigung-NRW e.V.
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. RAV
Buchhandlung BiBaBuZe

Verschiedene Juristenorganisationen und Expert*innen haben diese Vorhaben als verfassungswidrig kritisiert. Zurecht erklärt die Strafverteidigervereinigung NRW: „In NRW soll unter der Überschrift der Terrorismusbekämpfung künftig komplett durchleuchtet, abgehört und schließlich weggesperrt werden. Unter dem Deckmantel dieser Überschrift richtet sich der Gesetzentwurf der Landesregierung zum Polizei-Gesetz NRW aber in den geplanten Einzelvorschriften gerade nicht nur gegen potentielle Terroristen, sondern gegen jeden Bürger, der – aus welchen Gründen und nach welchen Kriterien auch immer – von der Polizei ganz allgemein auch aus völlig marginalen anderen Umständen als „Gefährder“ angesehen wird.“

Die Schwelle zur Einstufung potentieller Gefährder soll erheblich abgesenkt werden. Gelten soll das Gesetz auch für Alltagsgefahren. Videoüberwachungen sowie anlasslose Kontrollen und Durchsuchungen können darüber hinaus nach dem Gesetzentwurf jeden Bürger treffen. Dieser Gesetzentwurf enthält erhebliche Verstöße gegen das Verfassungsrecht und gegen Vorschriften der Europäischen Menschenrechtskonvention.

 

 

im Herbst * Frank Deppe: 1968

1968: Zeiten des Übergangs

Frank Deppe  analysiert die Ereignisse des Jahres 1968 im Kontext der damaligen weltpolitischen und ökonomischen Strukturveränderungen und fragt auch nach der aktuellen Rezep­tion.

Dienstag, 08.05.2018, 19.30 Uhr, Eintritt 5 €
Verschoben auf Herbst 2018, da sich das Erscheinen des Buchs verzögert
Buchvorstellung
Frank Deppe
1968
Zeiten des Übergangs
in Kooperation mit der VVN-BdA

Was ist aus den Helden der »Revolution« geworden? Wie wurde 1968 von den Liberalen in die Erfolgsgeschichte der europäischen Führungsmacht Deutschland integriert? Und er geht auf das ungebrochene Bedürfnis rechtsradikal-nationalkonservativer und christlich-fundamentalistischer Kräfte nach einer »Revanche für 68« ein.

Frank Deppe:
1968: Zeiten des Übergangs
Das Ende des „Golden Age“, Revolten & Reformbewegungen, Klassenkämpfe & Eurokommunismus
VSA Verlag 2018
Kt., 144 S., ISBN 978-3-89965-794-4, 12,80 €

16.04. – 31.05.2018 * Ausstellung: Toni Tripp

TT-Bilderdienst – Anton Tripps proletarische Ansichten von und zu Düsseldorf

Anton „Toni“ Tripp (* 2. August 1911 in Essen; † 2. August 1991 in Düsseldorf)

Der Düsseldorfer Fotograf Toni Tripp rückt die Licht- und Schattenseiten des „Wirtschaftswunders“ der 50–70er Jahre ins Blickfeld. Er hält Augenblicke fest, die im Alltag gern übersehen werden. Wie arbeitete, wohnte – schlicht gesagt – wie lebte man in Düsseldorf in der Zeit des Wirtschaftswunders. Die ausgestellten Fotos verdeutlichen das soziale Engagement des Fotografen. Die Kamera ist sein Werkzeug, das er professionell beherrschte. Wichtiger aber ist sein Einmischen in die sozialen politischen Verhältnisse. In diesem Sinn war Tripp nicht Beobachter. Er verstand sich als Stadtpoet und Historiker. „Grabe wo du stehst“ beeinflusste seine Sichtweise. Seine Fotos sind bedrückend, aber nicht resignativ. In einer Fotoserie hält Tripp die Lebensfreude der Kinder fest. Zugleich zeigt er jedoch auch die Schattenseite.
(UZ, September 2016)

Tripps Werdegang als Fotograf begann 1929 mit einem Studium an der Folkwangschule bei Max Burchartz in Essen, das er nach kurzer Zeit abbrach. Von 1937 bis 1940 absolvierte Tripp eine Lehre als Fotograf. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er zunächst nach Schlüchtern, wo er 1946 zum Landrat ernannt wurde. Die Ernennung wurde jedoch durch die US-Militärregierung aufgrund seiner Zugehörigkeit zur KPD nach nur zwei Tagen widerrufen.

Ab 1947 war Tripp als Fotograf tägig, wobei er hauptsächlich das Genre der Arbeiterfotografie bediente. Selbst überzeugter Kommunist, arbeitete er als Journalist und Bildredakteur für sozialistische Zeitschriften wie „Arbeiterfotografie“, „Die Liga“, „Frau und Frieden“ oder „Poeten für den Frieden“. Er dokumentierte Zechenstilllegungen, Protest- und Ostermärsche, Arbeitskämpfe sowie das Alltagsleben der Arbeiterklasse an Rhein und Ruhr. Zwischen 1951 und 1969 unterhielt er in Düsseldorf den TT-Bilderdienst, mit dem er zahlreiche Zeitungen, wie den Spiegel, sowie Nachrichten- und Presseagenturen belieferte.
(Wikipedeia)